Impfschäden

Als Fachanwälte für Medizinrecht stehen wir an Ihrer Seite

Schutzimpfungen sind spätestens seit der Corona-Pandemie wieder ein großes Thema – und ein wirksames Mittel, um den Verlauf von gefährlichen Krankheiten abzuschwächen oder Menschen zu immunisieren. Wie bei Medikamenten können aber auch bei Impfdosen Nebenwirkungen nicht ganz ausgeschlossen werden. Doch es gibt Fälle, in denen sich Geschädigte, die nach einer Impfung einen gesundheitlichen Schaden davontragen, nicht einfach damit abfinden müssen, dass eine heftige unerwünschte Reaktion aufgetreten ist. Wer einen Impfschaden erleidet, kann Anspruch auf Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz oder Anspruch auf Schadensersatz gegen den impfenden Arzt haben.

Impfschäden sind allerdings in vielen Fällen komplexe Schädigungen, bei denen es sich kaum vermeiden lässt, umfangreiche Beweise zu erheben, um nachzuweisen, dass die Impfung tatsächlich ursächlich für das Schädigungsbild ist. Wenn der Arzt seine Aufklärungspflichten vernachlässigt hat, wenn eine fehlerhafte Indikation vorliegt oder Befunderhebungsfehler bei der Nachbehandlung hinzukommen, verkompliziert sich die Lage weiter. Die anschließend erforderliche Würdigung der medizinischen Fragen und die Einordnung in den rechtlichen Zusammenhang erfordert ein großes Hintergrundwissen viel Erfahrung.

Genau das können wir Ihnen bieten: Wenn Sie Opfer eines Behandlungsfehlers geworden sind, sind Sie bei den Holl Nicuta Rechtsanwälten in guten Händen. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Medizinrecht und unserem medizinischen Sachverstand vertreten wir Sie kompetent, wenn Sie Ansprüche auf Versorgung, Schadenersatz oder Schmerzensgeld geltend machen möchten.

So unterstützen wir Sie nach einem Impfschaden

  • Wir fordern für Sie alle Behandlungsunterlagen an und veranlassen nach einer gründlichen Auswertung die Einholung eines fachärztlichen Sachverständigengutachtens
  • Mit dem Nachweis von Behandlungsfehlern wenden wir uns an die Verantwortlichen und machen Ihre Schäden zunächst außergerichtlich geltend
  • Wenn eine außergerichtliche Regulierung nicht gelingt, erheben wir nach Rücksprache mit Ihnen Klage und vertreten Sie persönlich bei Gericht

Sie möchten ausführliche Informationen zum Thema Impfschäden? Dann lesen Sie unten weiter in unserem Ratgeber Impfschaden

Anwalt für Impfschaden

Ratgeber Impfschäden – wenn der Schutz zum Schaden wird

Dieser Ratgeber stellt lediglich eine Zusammenstellung an allgemeinen Patienteninformationen dar, ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit zu erheben. Die korrekte rechtliche Wertung Ihres individuellen Falles kann einzig durch eine entsprechende anwaltliche Beratung erfolgen – Kontaktieren Sie uns diesbezüglich gerne!

Pocken, Kinderlähmung, Tetanus, Masern, Grippe oder Covid-19 („Corona“) – unter anderem gegen diese Infektionskrankheiten gibt es so gut wie keine Medikamente. Jedoch gibt es wirksame Schutzimpfungen, die eine Ansteckung verhindern können und mit deren breiter Anwendung in der Bevölkerung beispielsweise die Pocken ganz ausgerottet worden sind.

Dennoch gilt: wie bei jedem Arzneimittel kann es auch bei Impfungen zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, die bis zu schweren Behinderungen reichen können. Mit neuen Impfstoffen, wie sie bei der Covid-19-Pandemie entwickelt wurden, oder auch bei Diskussionen um verpflichtende Impfungen, wie sie mit dem Masernschutzgesetz durchgesetzt wurden, ist auch die Debatte um Impfschäden immer wieder aktuell.

So selten schwere Impfschäden vorkommen, so schwierig ist es dann aber auch, den Schaden nachzuweisen und Ansprüche durchzusetzen. Die Holl Nicuta Rechtsanwälte können Ihnen hier mit langjähriger Expertise im Medizinrecht zur Seite stehen. Im folgenden Ratgeber erläutern wir die Hintergründe und beantworten wichtige Fragen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Impfschaden?
Wie funktioniert eine Impfung?
Welche Ansprüche habe ich bei einem Impfschaden?
Wer stellt einen Impfschaden fest?
Wie sicher sind Impfungen?

Sie möchten sich lieber persönlich beraten lassen? Sehr gerne sind wir für Sie da. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin für eine unverbindliche Ersteinschätzung.

Was ist ein Impfschaden? Was unterscheidet ihn von einer Impfreaktion und einer Impfkomplikation?

Ein Impfschaden wird in § 2 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) definiert als „die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung; ein Impfschaden liegt auch vor, wenn mit vermehrungsfähigen Erregern geimpft wurde und eine andere als die geimpfte Person geschädigt wurde“.

Daraus lässt sich auch schließen, dass es bei Impfungen „übliche“ Impfreaktionen gibt. Unter solchen Reaktionen nach der Verabreichung eines Impfstoffes versteht man laut dem Robert-Koch-Institut etwa Rötungen oder Schwellungen an der Injektionsstelle oder auch Schmerzen. Das sind allerdings die ganz normalen Anzeichen einer lokalen Entzündung, einer in dem Fall durchaus gewünschten Reaktion des Körpers und insbesondere des Immunsystems. Sie klingen in der Regel spätestens nach ein paar Tagen von allein wieder ab.

Auch allgemeine Symptome wie Fieber, Unwohlsein, Kopfschmerz, Müdigkeit oder Gliederschmerzen sind nach einer Impfung möglich und zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Das erklärt sich aus dem Funktionsprinzip einer Impfung:

Wie funktioniert eigentlich eine Impfung?

Unter einer Impfung versteht man die Verabreichung eines Impfstoffes mit dem Ziel, das Immunsystem spezifisch zu aktivieren und eine schützende Wirkung gegen einen bestimmten Krankheitserreger zu erzielen – das heißt, immun gegen bestimmte Krankheiten zu werden.

Die Impfstoffe werden dabei meistens per Injektion gegeben, seltener auch durch den Mund oder die Nase. Als Impfstoff dienen dabei zum Beispiel bei sogenannten „Totimpfstoffen“ Bruchstücke von Viren oder Bakterien, abgetötete Krankheitserreger oder etwa bei Tetanus abgeschwächte Giftstoffe, die die Erreger produzieren. Die selteneren Lebendimpfstoffe sind abgeschwächte Viren oder Bakterien, die nicht mehr infektiös sind. Die Impfstoffe enthalten außerdem Hilfsstoffe, die etwa der Konservierung, als Trägerstoff oder als Verstärker der Immunreaktion dienen.

Das Immunsystem reagiert auf die körperfremden Eiweiße, die als Impfstoff verabreicht werden so, als handele es sich um die tatsächlichen Erreger. Es bekämpft sie mit einer Entzündungsreaktion und zerstört sie letztendlich. Dabei werden aber auch Antikörper gebildet, die später immer wieder vom Immunsystem abgerufen werden können. Kommt es zu einer Infektion mit dem „richtigen“ Erreger, dämmen die vorhandenen Antikörper im Zusammenspiel mit verschiedenen Immunzellen die Infektion frühzeitig ein, so dass sich die eigentliche Krankheit mit ihren Symptomen erst gar nicht entwickelt.

Dass also nach einer Impfung leichte Symptome von geröteter Haut bis Unwohlsein vorkommen, zeigt eher, dass die Impfung funktioniert und das Immunsystem darauf anspricht.

Als Impfkomplikation versteht man dagegen eine gesundheitliche Schädigung, die über diese normale Impfreaktion hinausgeht. Sie gilt als eine „schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkung“, ist statistisch sehr selten und kann ein breites Spektrum umfassen. Von allergischen Reaktionen über schwere langanhaltende Erkrankungen bis hin zu bleibenden Schäden an Nerven oder Organen mit Behinderungen oder gar dem Tod reichen solche möglichen Komplikationen.

Die aus einer solchen Komplikation resultierenden Folgen gesundheitlicher oder auch wirtschaftlicher Art bezeichnet man dann als Impfschaden – zumindest dann, wenn eine zugelassene empfohlene Schutzimpfung, die korrekt verabreicht wurde, zu Komplikationen führt. Von diesen Impfschäden abgrenzen muss man allerdings Schäden, die entstanden sind, weil Fehler bei der Verabreichung des Impfstoffs gemacht wurden, wenn beispielsweise zu viel Impfstoff gegeben oder die Spritze falsch gesetzt wurde. Solche Anwendungs- oder Behandlungsfehler fallen in den Rechtsbereich der Arzthaftung.

Bei Impfschäden stellt sich nun aber die Frage:

Welche Ansprüche habe ich bei einem Impfschaden?

Wer einen nachweislichen gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Schaden durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung erlitten hat, hat einen gesetzlich geregelten Anspruch auf „Versorgung“. Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt dies § 60. Dort heißt es: „Wer durch eine Schutzimpfung (…) eine gesundheitliche Schädigung erlitten hat, erhält (…) wegen der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Schädigung auf Antrag Versorgung (…).“ Die Art der Versorgung ist durch das Bundesversorgungsgesetz geregelt.

Grundsätzlich kann bei nachweislichen Impfschäden auch ein Schadensersatzanspruch gegen den Hersteller des Impfstoffes bestehen. Dieser haftet wie bei anderen Arzneimitteln – und als solche gelten Impfstoffe – im Sinne des Arzneimittelgesetzes. Was für Schäden eine Epidemie oder gar weltweite Pandemie anrichten kann, gegen die es zunächst noch keine Impfung gab, bleibt nach der Corona-Pandemie von 2020/21 und den damit verbundenen Maßnahmen wohl allen in Erinnerung.

Wer stellt einen Impfschaden fest?

Wenn eine Impfreaktion viel heftiger als üblich ausfällt, oder gar schwere neue Symptome hinzukommen, die über die übliche Reaktion hinausgehen, ist die erste Anlaufstelle immer der Arzt oder gar im akuten Notfall der Rettungsdienst. Die Linderung der Symptome und das Abwenden von schlimmeren Schäden kommt immer zuerst.

Erst dann geht es darum festzustellen, dass ein Schaden auch wahrscheinlich ursächlich mit einer Impfung in Zusammenhang steht. Wenn es dann um die fachliche Begutachtung für die Anspruchsstellung als Impfschadensopfer geht, helfen die Holl Nicuta Rechtsanwälte als Fachanwälte für Medizinrecht.

Wie sicher sind Impfungen? Und wie oft gibt es Impfschäden?

Treten bei Impfungen schwerwiegende unerwünschte Wirkungen auf, gelten sie als „schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkung“ und sind meldepflichtig. Das Paul-Ehrlich-Institut sammelt diese Daten und wertet sie aus, als sogenannte „Pharmakovigilanz von Impfstoffen“.

Daraus ergibt sich mit den Daten, die 2019 mit den erfassten Daten des Jahres 2017 ausgewertet wurden, dass auf über 40 Millionen jährlich von den Krankenkassen abgerechnete Impfungen im Jahr 2017 lediglich 4027 Verdachtsfälle auf Impfkomplikationen gemeldet wurden. Von denen waren 1111 schwerwiegend, bei lediglich 46 gab es bleibende Schäden. Alle 18 in dem Jahr gemeldeten Todesfälle, die im Verdacht standen, mit Impfungen in Zusammenhang zu stehen, stellten sich dann allerdings nicht als ursächlich damit zusammenhängend heraus.

Auch bei den bleibenden Schäden waren nur rund die Hälfte tatsächlich auf die Impfung zurückzuführen – in sechs Fällen kam es „lediglich“ zu Narbenbildung an der Injektionsstelle, in den übrigen zu Narkolepsie und anderen schwereren Erkrankungen.
Statistisch betrachtet kommen Impfschäden also sehr, sehr selten vor – können dann aber schwerwiegend sein.

Wie helfen die Holl Nicuta Rechtsanwälte beim Thema Impfschaden?

Ist es zu einem Impfschaden gekommen, helfen wir Ihnen, zu Ihrem Recht zu kommen. Mit langjähriger Expertise im Medizinrecht und breitem Wissen ausgestattet helfen wir Ihnen bei der Begutachtung durch einen Sachverständigen und der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

So fordern wir etwa für Sie alle Behandlungsunterlagen an und veranlassen nach einer gründlichen Auswertung die Einholung eines Sachverständigengutachtens.

Mit dem Nachweis von Behandlungsfehlern wenden wir uns schließlich an die Verantwortlichen und machen Ihre Schäden zunächst außergerichtlich geltend.

Wenn eine außergerichtliche Regulierung nicht gelingt, erheben wir nach Rücksprache mit Ihnen Klage und vertreten Sie auch persönlich bei Gericht.